Von der Idee zum Film

  1. Themenidee
    (Eigene Ideen, Zeitung lesen, Zuhören, mit offenen Augen unterwegs sein, Gespräche aller Art, Fernsehen, …)
  2. Der Idee folgt die Recherche
    (gründliches Einlesen, zu Personen hingehen, Fragen stellen, mit ihnen reden, hinterfragen, etc. - Notizen!)
    ohne GUTE Recherche kein Film!!!
  3. Der Recherche folgt die Planung und Gestaltung
    Was hab ich (Rechercheergebnisse), was will ich (welches Thema will ich behandeln), wie komme ich da hin?
  4. Der Planung folgt die Produktion
    (Treatment schreiben, Organisieren & Drehen, was man zuvor geplant hat!)
  5. Der Produktion folgt die Postproduktion
    (Sichten, Schneiden, Texten, Synchro, Tonmischung, Endmischung, Formales)
  6. Der Postproduktion folgt die Sendung
    Ihre Idee und Aussage als Film = als Bildergeschichte!
  7. Der Sendung folgt wieder eine neue Themenidee



Kurzüberblick:

  1. Idee
  2. Recherche
  3. Verkauf des Themas
  4. Dramaturgieplanung
  5. Drehplanung (Produktionsplanung)
  6. Drehen (Produktion)
  7. Sichten (Kontrolle Drehbuch-Kameraarbeit)
  8. Schneiden (Montage nach Material, Güte und Dramaturgie)
  9. Bildabnahme (Kontrolle durch Redaktion)
  10. Texten (Infos ZUM Bild, die das Bild nicht schon selbst erzählt)
  11. Abnahme (Endkontrolle Film und Text durch Redaktion)
  12. Synchro (Aufnahme des Sprechertextes)
  13. Endmischung (Tonaufnahme, Tonmischung, Musikmischung, ggf. Farbkorrektur)
  14. Sendung
  15. Feedback



Arbeitsschritte/Leistungsnachweise im Detail:

Block Themenfindung und Recherche:

  1. Themenidee
  2. Thema absprechen
  3. Nach Freigabe des Themas dieses entweder weiterrecherchieren (oder neues Thema suchen und recherchieren)
  4. Recherchebesuch machen und Recherche im Hinblick auf Filmplanung betreiben
  5. Thema und Rechercheergebnisse in eine konkrete Geschichte fokussieren (Themenkern, Exposé)
  6. Thema inhaltlich fokussieren und schriftliches Exposé dazu verfassen
  7. Nach Freigabe des Exposés Filmplanung erstellen und Dramaturgie erarbeiten (=Treatment/Drehbuch erstellen)
  8. Nach Freigabe des Treatments Produktion planen


Block Produktionsplanung (inkl. Montage):

  1. Termine und Produktionszeiten (aus Recherche und Treatment) planen und mit Drehpartnern absprechen
  2. Verbindliche Drehtermine vereinbaren, Produktionszeiten planen, Produktionsorte planen, Drehgenehmigungen einholen
  3. Produktionstechnik organisieren:
    • Kamera reservieren
    • Schnittplatz buchen
    • Licht + Ton planen, Tonverhältnisse einschätzen und ggf. vor Ort testen, Probetonaufnahmen für Interviews machen
    • Alle Beteiligten zu geplanten Produktionszeiten organisieren (Kamera, Licht, Ton, Drehpartner, ggf. zus. Interviewpartner
    • sonstiges (Staffage, Statisten, Set & Location)
  4. Dreh/Produktion
    Aufnahmen nach Maßgabe des Treatments machen, Regieanweisungen geben, Aufnahmen kontrollieren, Aufnahmeleitung
    technische und optische Kontrolle während der gesamten Produktion (Bild, Licht, Ton, Inhalt, Dramaturgie, Set & Location, Continuity, etc.)
  5. Einwilligungserklärungen der Dreh- und Interviewpartner zur Veröffentlichung unterschreiben lassen
  6. Sichtung des Rohmaterials (Schnittplatz buchen oder Sichtungskopie erstellen)
    Erstellen einer Shotliste, Anmerkungen, Auswahl der Takes für Schnitt, Timecodes notieren, Schnittplan erstellen
  7. Einladen des Materials in Schnittplatz
  8. ggf. zusätzliches Material produzieren/organisieren (Fotos, Repros, Clips, Animationen, Musik, etc.)
    wenn nicht vorhanden, organisieren und ggf. reproduzieren
  9. Am Schnitttag mit allem notwendigen Material im Schnitt erscheinen
    Kamerabänder/Speicherkarten, Treatment, Shotliste, Schnittplan, ggf. Fremdmaterial (s. 7), Musik, formale Angaben
  10. formale Angaben erstellen: Sendepass ausfüllen
  11. Schnitt:
    Montage des Filmes nach Maßgabe des Treatments und der geplanten Dramaturgie, bei Abweichungen des freigegebenen Treatments nur mit Freigabe der Änderungen durch die Redaktion
  12. ggf. Feinschnitt an anderem Tag
  13. Tonmischung des Filmes (Mischung des Kameratons und der Interviews)
  14. Schnittabnahme (Freigabe) des fertig geschnittenen Beitrages durch Redaktion


Block Postproduktion:

  1. Kopie der freigegebenen Schnittversion zum Texten erstellen und mit nach Hause nehmen (Timecode einblenden!)
  2. Texten zum fertig geschnittenen und freigegebenen Film (KEINE FILMÄNDERUNGEN MEHR ERLAUBT = Texten zum Bild nach Rechercheergebnisse und Film-Text-Bezug (Text-Bild-Scheren!)
  3. Timecode-Kontrolle des Textes während des Textens und nach Fertigstellung des Textes (laut vorlesen)
  4. Wenn Text zeitlich und inhaltlich zum Bild ok, Text mit Timecodes versehen und schriftlich festhalten
  5. Textabnahme und -freigabe durch Redaktion
  6. Ggf. Textänderungen bearbeiten und erneut vorlegen
  7. Nach endgültiger Freigabe Text entweder selbst sprechen oder Sprecher/in organisieren
  8. Schnittplatz für Sprachaufnahme buchen
  9. Sprachaufnahme erstellen, dabei ständige Kontrolle von Inhalt, richtiger Aussprache, korrekter Grammatik und Satzbildung, Betonung, Intonation, Atmung, und dem richtigen Timing (Geschwindigkeit, Timecodes)
  10. Tonmischung der Sprachaufnahme im Bezug zur IT-Tonmischung (Kameraton, Interviews, ggf. Musik, etc.)
  11. ggf. letzte Korrekturen an IT-Tonmischung, Synchro-Mischung, Bild-/Farbkorrektur vornehmen
  12. fertig gemischten und synchronisierten Film ausspielen



Block Sendung/Formales:

  1. 1. fertig produzierten Beitrag der Redaktion zur Freigabe vorlegen
  2. 2. ggf. Änderungen/Korrekturen vornehmen
  3. 3. An- und Abmoderation zum Film erstellen und von Redaktion freigeben lassen
  4. 4. formale Angaben zum Film erstellen:
    • Sendepass ausfüllen
    • Einwilligungserklärungen der Dreh- und Interviewpartner (ggf. auch von Rechteinhabern) unterschrieben abgeben
    • Einwilligungserklärung des Autors/der Autorin (Sie selbst) unterschrieben abgeben
    • Einwilligungserklärung des bildlichen Urhebers (Kamera + Kam.-Assistenz) unterschrieben abgeben
    • Auflistung und Einwilligungserklärung sämtlichen ggf. verwendeten Fremdmaterials unterschrieben abgeben (z.B. reproduzierte Fotos, Bilder, Gemälde, Texte, Bücher, Songs, Aufnahmen, Filmausschnitte, etc.)
    • genaue Auflistung aller ggf. verwendeten Musik nach entsprechendem Formular (mit Dauer)
    • genaue Auflistung sämtlichen ggf. verwendeten sonstigen Fremdmaterials
  5. Abliefern aller Formalia am Lehrstuhl
  6. Abliefern des fertig produzierten Films am Lehrstuhl
  7. Archivierung des Filmes und aller dazugehörigen Dokumente am Lehrstuhl und in Absprache mit diesem
  8. Abholen Ihres benoteten Leistungsnachweises (Scheines)



Die Produktion von 5-Shot-Übung und Übungsfilm erfolgt analog, abzgl. der dafür nicht benötigten Bestandteile/Bausteine