Multinorm-Empfänger für DAB+/DRM+

Projektpartner:

  • Landeszentrale für Medien und Kommunikation
  • FH Kaiserslautern
  • Fraunhofer IIS, Erlangen

Das Radio der Zukunft

Erster DAB+/DRM+ Multinorm-Empfänger an der TU Kaiserslautern vorgestellt

Das 21. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Digitalisierung. Nachdem die Digitalisierung des Fernsehens via DVB-T (Digital Video Broadcasting – Terrestrial) bereits gelungen ist, steht nun die Digitalisierung des Rundfunks durch DAB+ (Digital Audio Broadcast) noch vor einigen Hürden koordinatorischer Art. Denn statt Frequenzen gibt es nun sogenannte Multiplexe, in denen sich mehrere Radiosender zusammenschließen und miteinander kooperieren müssen. Gerade zwischen öffentlich-rechtlichen überregionalen und privaten regionalen Sendern können Konflikte entstehen. Die Alternative dazu ist DRM+ (Digital Radio Mondiale), eine Technik, die insbesondere für lokale Radioprogramme geeignet ist, da sie nicht mit der herkömmlichen Multiplex-Bildung arbeitet.

Die Herausforderung hierbei: Noch gibt es keine geeigneten Empfänger dafür. Der Bau solcher Empfänger wird von den Mitgliedern des DRM-Konsortiums unterstützt.

An der Technischen Universität Kaiserslautern traf sich quasi der deutsche Ableger, das Deutsche DRM Forum, und diskutierte und analysierte zwei Tage lang die aktuellen Projekte und den Stand der Dinge. Auf der diesjährigen Tagung gab es einen ganz besonderen Höhepunkt: Der erste portable DAB+/DRM+ Empfänger wurde vorgestellt. Seine Entwicklung ist Teil der Studienarbeit der beiden Nachrichtentechnik-Studenten Lars Schimmel und Bernd Knodt der TU Kaiserslautern in Kooperation mit der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK), der Fachhochschule Kaiserslautern sowie dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) in Erlangen.