Automatisiertes Spektrum Monitoring

Smartphones, Tablets und Laptops sind nicht mehr wegzudenken aus unserem Alltag. Dadurch steigt der Bedarf an Funkkanälen für die drahtlose Kommunikation. Das Spektrum Management soll dafür sorgen, dass genau dieser Bedarf zukünftig flexibler gedeckt werden kann: Eine Kombination aus administrativen, planerischen und technischen Aufgaben. Hierzu wird das sogenannte Spektrum Monitoring benötigt, damit Funkdienste ohne gegenseitige Störungen genutzt werden können. Der Ist-Zustand der Funkkanalnutzung in einem bestimmten geographischen Gebiet wird in diesem Prozess erfasst. Das dient nicht nur der Kontrolle, um die unautorisierte Nutzung eines Funkspektrums zu vermeiden. Vielmehr können dabei auch freie oder nur wenig genutzte Funkkanäle gefunden werden.

Eine erfolgreiches Ineinandergreifen  von Spektrum Monitoring und Spektrum Management bietet letztlich den nationalen Regulierungsbehörden eine zuverlässigere und realistischere Funknetz-Datenbank und ermöglicht neue Perspektiven in der Funkfrequenzvergabe. So sehen zukünftige Modelle für die dynamische Funkfrequenzvergabe z.B. einen „Spektrum Broker“ vor, über den zeitlich begrenzte Funklizenzen gehandelt werden. Eine erste Bewährungsprobe bestand das Konzept einer zeitlich begrenzten veranstaltungsspezifischen Zuteilung bei den Olympischen Spielen in London. Diese Überlegungen zeigen die wirtschaftliche Bedeutung dieses Forschungsthemas.

Ziel des Projekts ist es, die Kommunikation zwischen dem Spektrum Monitoring System und dem Management System zu automatisieren. Die Auswahl der Messverfahren, die es dem Spektrum Monitoring System erlauben, zuverlässige Aussagen über die tatsächliche Nutzung des Frequenzspektrums zu treffen (den sogenannten „Code of Emission"), steht hierbei im Mittelpunkt. Darüber hinaus muss die Zuverlässigkeit dieser Messungen beurteilt werden, um letztlich ein standardisiertes Kommunikationsprotokoll zwischen den Datenbanken beider Systeme zu ermöglichen.

Projektpartner:

  • LS telcom AG, Lichtenau
  • Hochschule Offenburg