Broadcast

Da der für drahtlose Kommunikation verfügbare Frequenzbereich beschränkt ist, bedarf es einer möglichst effizienten Nutzung dieser knappen Ressource. Dies ermöglichen zum einen digitale Modulationsverfahren. Zum anderen kann eine flexible Nutzung von Frequenzbereichen durch eine bedarfsgerechte zeitweise Allokation (Cognitive Radio) die ineffiziente ausschließliche Frequenzzuweisung ersetzen. Denn zur Zeit werden Frequenzressourcen auch bei Nichtgebrauch unnötig blockiert. Durch Spektrum Monitoring wird hierzu die räumliche und zeitliche Frequenzbelegung festgestellt.

Die Digitalisierung des Rundfunks erlaubt die effizientere Nutzung der hierfür zugewiesenen Frequenzbereiche bei einer gleichzeitigen Reduktion der Sendeleistung, insbesondere durch das Übertragungsverfahren Orthogonal Frequency Division Multiplexing (OFDM) und den damit möglichen Gleichwellennetzen. Dadurch können mehr Programme in höchster Qualität großflächig und auch mobil störungsfrei empfangen werden, verbunden mit komfortablen Zusatzinformationen wie programmbegleitenden Bildern oder Texten.

Nachdem die Digitalisierung des Fernsehens via DVB-T (Digital Video Broadcasting – Terrestrial) bereits gelungen ist, gestaltet sich die Einführung eines Digitalen Hörrundfunks durch DAB+ (Digital Audio Broadcasting) administrativ und medienpolitisch problematischer. Denn statt wie im analogen Rundfunk jedes Programm auf einer eigenen Frequenzen zu übertragen, werden bei DAB mit einer größeren Frequenzbandbreite sogenannte Multiplexe aus mehreren Programmen verschiedener Rundfunkveranstalter gebildet. Gerade zwischen öffentlich-rechtlichen überregionalen und privaten regionalen Veranstaltern können Konflikte entstehen. Die Alternative dazu ist DRM+ (Digital Radio Mondiale), eine Technik, die insbesondere für lokale Radioprogramme geeignet ist, da sie nicht mit der herkömmlichen Multiplex-Bildung arbeitet und nur die im analogen Rundfunk übliche Bandbreite beansprucht.